Elin
Elin
Informationen zu Elin
Elin wurde als Welpe mit wenigen Wochen auf der Straße gefunden und lebt seitdem im Tierheim, gemeinsam mit anderen Welpen und zwei älteren Hunden, die die Kindergärtner im Tierheim sind.
Elin präsentiert sich im Tierheim als eher ruhige und beobachtende Hündin. Sie wirkt nicht wie ein Hund, der seine Energie unüberlegt einsetzt, sondern beobachtet zunächst aufmerksam ihre Umgebung und entscheidet offenbar selbst, wann Aktivität für sie sinnvoll ist. Häufig sitzt sie einfach da und schaut sich das Geschehen an.
An Menschen ist sie interessiert und aufgeschlossen, lässt sich gern mal kraulen, geht aber auch wieder, wenn es ihr genug ist. Futter findet sie toll.
Im Umgang mit Ressourcen könnten sich bei Elin Themen entwickeln, die von ihren zukünftigen Menschen aufmerksam beobachtet und von Anfang an entsprechend begleitet werden sollten. Aktuell zeigt sie erste, noch sehr subtile Verhaltensweisen, mit denen sie versucht, Situationen oder Bewegungen anderer Hunde einzuschränken. Wie sich dieses Verhalten im weiteren Verlauf entwickeln wird, lässt sich derzeit noch nicht zuverlässig einschätzen. Auch beim Thema Ressourcen ist daher ein vorausschauender und klarer Umgang wichtig.
Insgesamt wirkt Elin wie eine Hündin, die ihre Umgebung sehr genau wahrnimmt und nicht darauf angewiesen ist, ständig beschäftigt zu werden. Gerade bei ihr ist es wichtig, ihre Signale ernst zu nehmen und ihr gleichzeitig einen klaren und verlässlichen Rahmen zu geben.
Wir gehen davon aus, dass Elin sehr groß (> 65cm Schulterhöhe) werden wird.
Wichtig: Bei Elin gehen wir aufgrund ihres Aussehens und ihres Verhaltens sicher davon aus, dass sie einen deutlichen Anteil Herdenschutzhund in sich trägt. Entsprechend können sich im Laufe ihrer Entwicklung typische Eigenschaften eines Herdenschutzhundes weiter ausprägen. Dazu können unter anderem ein ausgeprägtes Territorialverhalten, eigenständiges Entscheiden, eine erhöhte Wachsamkeit und ein entsprechendes Schutzverhalten gehören. Wie stark diese Eigenschaften bei Elin tatsächlich ausgeprägt sein werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. Dies sollte bei der Adoption unbedingt berücksichtigt werden. Ihre zukünftigen Adoptant*innen sollten sich vorab intensiv mit den Besonderheiten von Herdenschutzhunden auseinandersetzen. Auf unserer Webseite finden sich hierzu weiterführende Informationen.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Elin wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder idealerweise auf dem Land. Verständige Kinder dürfen grundsätzlich gerne in einem Haushalt mit ihr leben, sofern ein entsprechender Umgang mit einem eigenständigen Herdenschutzhund gewährleistet ist. Ein Ersthund sollte gut zu Elin passen und nach einem sorgfältigen Kennenlernen entschieden werden. Aufgrund ihrer vermuteten Herdenschutzhund-Eigenschaften sowie der ersten Ansätze im Bereich Ressourcen und Einschränkung anderer Hunde sollten ihre Adoptant*innen souverän, konsequent und gleichzeitig fair mit ihr umgehen können. Sie sollten bereit sein, Elin die nötige Zeit zu geben, ihre Umgebung in Ruhe kennenzulernen und sie mit Geduld, Klarheit und Empathie in ihr neues Leben zu begleiten.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.