Ori
Ori
Informationen zu Ori
Ori wurde allein auf der Straße von unserer Tierheimleitung gefunden und lebt seitdem mit anderen Welpen und Junghunden zusammen in einem Freilauf im Shelter.
Ori zeigt sich als aufgeschlossener und freundlicher junger Hund. Er geht von sich aus auf Menschen zu und lässt sich problemlos auf Kontakt ein. Dabei sucht er jedoch nicht dauerhaft die Nähe oder Aufmerksamkeit des Menschen, sondern wendet sich nach einem kurzen Kontakt häufig wieder seiner Umgebung zu.
Auffällig ist, dass Ori seine Umgebung viel beobachtet. Er legt sich häufig hin und schaut sich das Geschehen in Ruhe an, ohne dabei hektisch oder nervös zu wirken. Er scheint Situationen zunächst aufmerksam zu verfolgen, bevor er sich wieder anderen Dingen zuwendet. Ob dieses ausgeprägte Beobachtungsverhalten bereits auf Eigenschaften eines Herdenschutzhundes hindeutet, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht sicher beurteilen.
Im Umgang mit anderen Hunden zeigte sich Ori verträglich und freundlich. Er verhielt sich ihnen gegenüber unauffällig und konnte sich gut in die Gruppe einfügen. Teilweise zeigte er sich im Kontakt mit den anderen Hunden auch ausgesprochen niedlich und interessiert.
Insgesamt erleben wir Ori als einen freundlichen, aufgeschlossenen Hund, der seine Umgebung aufmerksam beobachtet und dabei eher ruhig und überlegt wirkt. Wie sich sein Wesen außerhalb des Tierheimalltags weiterentwickeln wird, insbesondere im Hinblick auf mögliche Herdenschutzhund-Eigenschaften, lässt sich derzeit noch nicht abschließend sagen.
Da Ori bereits mit wenigen Wochen ins Tierheim kam, hatte er bislang kaum Gelegenheit, Reize und Situationen außerhalb dieses Umfeldes kennenzulernen. Entsprechend muss er viele für uns alltägliche Dinge erst noch behutsam lernen. Auch grundlegende Themen wie Stubenreinheit, das Mitfahren im Auto oder das Alleinbleiben müssen Schritt für Schritt mit ihm aufgebaut werden und erfordern Zeit, Geduld und eine einfühlsame Begleitung.
Wichtig: Bei Ori gehen wir aufgrund seines Aussehens und seines Verhaltens davon aus, dass er einen Anteil Herdenschutzhund in sich trägt. Entsprechend können sich im Laufe seiner Entwicklung typische Eigenschaften eines Herdenschutzhundes weiter ausprägen. Dazu können unter anderem ein ausgeprägtes Territorialverhalten, eigenständiges Entscheiden, eine erhöhte Wachsamkeit und ein entsprechendes Schutzverhalten gehören. Wie stark diese Eigenschaften bei Ori tatsächlich ausgeprägt sein werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. Dies sollte bei der Adoption unbedingt berücksichtigt werden. Seine zukünftigen Adoptant*innen sollten sich vorab intensiv mit den Besonderheiten von Herdenschutzhunden auseinandersetzen. Auf unserer Webseite finden sich hierzu weiterführende Informationen.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Ori wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder idealerweise auf dem Land. Verständige Kinder dürfen gerne in einem Haushalt mit ihm leben. Ein Ersthund ist grundsätzlich denkbar, sollte aber zu Ori passen und nach einem sorgfältigen Kennenlernen entschieden werden. Da Ori noch sehr jung ist und den Kontakt zu Menschen erst kennenlernen muss, sollten seine Adoptant*innen ihm ausreichend Zeit geben, Vertrauen aufzubauen und sich in seinem neuen Zuhause sicher zu fühlen. Aufgrund des möglichen Herdenschutzhund-Anteils sollten sie sich zudem intensiv mit den Besonderheiten dieser Hunde auseinandersetzen und Ori mit Souveränität, Geduld und Empathie in sein neues Leben begleiten.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.