Toffee
Toffee
Informationen zu Toffee
Toffee wurde gemeinsam mit ihrer Mutter Kiani und ihren vier Geschwistern im September von uns auf der Straße gefunden. Seither wächst sie mit ihren Geschwistern zusammen in unserem Tierheim auf. Toffee zeigt sich unsicher, scheu und zurückhaltend im Umgang mit uns als fremden Besuchern. Anfangs war es uns nicht möglich, sie anzufassen. Nach einiger Zeit hat Toffee sich dann aber getraut, auch sehr vorsichtig Leckerlis aus unseren Händen zu nehmen. Wir konnten sie dann auch kurz streicheln, körpersprachlich war jedoch zu sehen, dass sie dies eher über sich ergehen ließ, statt es wirklich zu genießen. Als wir Toffee im April mit in unsere Unterkunft nahmen, war Toffee sichtlich verunsichert und fror häufig ein. Leine und Geschirr fand sie sehr gruselig.
Bei einem lauten Geräusch verfiel Toffee in Panik und biss auch in die Leine. Mit ein wenig Anleitung gelang es ihr, wenn auch erst sehr spät, zur Ruhe zu kommen. Im Vergleich mit den anderen Welpen gehen wir daher davon aus, dass Toffee etwas länger brauchen wird, sich gegenüber ihren Menschen zu öffnen. Auch sonst scheint sie eine eher unsichere, aber dennoch sehr freundliche Hündin zu sein, die vermutlich mehr Zeit braucht. Dass Toffee sich als sehr futtermotiviert zeigte, könnte später beim Training eine gute Hilfe sein.
Da sie bisher noch kaum Erfahrungen außerhalb des Tierheims sammeln konnte, kennt Toffee noch keine alltäglichen Grundlagen: Sie muss noch Stubenreinheit, Leinenführigkeit, das Alleinbleiben, Treppensteigen oder das Mitfahren im Auto Schritt für Schritt lernen.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Toffee wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Kinder sollten schon das Teenageralter erreicht haben. Bei unserem Ausflug fiel uns auf, wie sehr Toffee sich an Gina orientierte und wie sehr sie im späteren Kontakt mit ihr aufblühte. Daher würden wir uns für Toffee ein Zuhause mit vorhandenem Ersthund wünschen. Da Toffee bis auf das Tierheim bisher nur sehr wenig kennengelernt hat und sich als durchaus schüchterne Hündin zeigte, sollten ihre Adoptant*innen sie mit Souveränität, Geduld und Empathie in ihr neues Leben begleiten.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.