Lakritz
Lakritz
Informationen zu Lakritz
Lakritz wurde gemeinsam mit Tipsi von einem Tierschützer im Alter von wenigen Wochen gefunden und lebt seitdem im Kindergarten des Tierheims mit anderen Welpen. Dort hat er jeden Tag Kontakt zu den Menschen um bestmöglich sozialisiert zu werden.
Bei unserem Besuch im April zeigte er sich welpentypisch. Er war aufgeschlossen und neugierig, ohne dabei aufdringlich zu sein. Kam von allein zu uns und suchte die Aufmerksamkeit, allerdings nicht in der ersten Reihe der Welpen, sondern etwas vorsichtiger und sehr angenehm. Er war dabei nicht ängstlich, sondern nur nicht so forsch und frech wie andere Welpen. Mit den ihm bekannten Personen ist er sehr aufgeschlossen und zutraulich. Er ließ sich problemlos auf den Arm nehmen und anfassen, hat es allerdings noch nicht von allein eingefordert.
Welpentypisch hat er die Welt noch mit seinen Zähnen erkundet. Sowohl Schnürsenkel als auch Haare waren sehr interessant zum dran ziehen. Mit den anderen Welpen zeigt er sich sehr verträglich, wenig aufdringlich und sehr angenehm.
Da Lakritz bereits mit wenigen Wochen ins Tierheim kam, hatte er bislang kaum Gelegenheit, Reize und Situationen außerhalb dieses Umfeldes kennenzulernen. Entsprechend muss er viele für uns alltägliche Dinge erst noch behutsam lernen. Auch grundlegende Themen wie Stubenreinheit, das Mitfahren im Auto oder das Alleinbleiben müssen Schritt für Schritt mit ihm aufgebaut werden und erfordern Zeit, Geduld und eine einfühlsame Begleitung.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Lakritz wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Ein Ersthund ist kein Problem, aber auch kein Muss.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.