Kiwi

• Alter: 07/2025
• Geschlecht: weiblich
• kastriert: ja
• Rasse: Mischling, vermutlich Herdenschutzhundanteil
• Aufenthaltsort: Nordmazedonien
• Schulterhöhe: 57 cm
• Gewicht: 19 kg
• Verträglich mit Katzen: kann getestet werden
• Als Zweithund geeignet: ja
• Gewünschtes Wohnumfeld: Land oder ruhiger Stadtrand; souveräne Halter*innen
• Schutzgebühr: 595€

Kiwi

• Alter: 07/2025
• Geschlecht: weiblich
• kastriert: ja
• Rasse: Mischling, vermutlich Herdenschutzhundanteil
• Aufenthaltsort: Nordmazedonien
• Schulterhöhe: 57 cm
• Gewicht: 19 kg
• Als Zweithund geeignet: ja
• Gewünschtes Wohnumfeld: Land oder ruhiger Stadtrand; souveräne Halter*innen
• Schutzgebühr: 595€

Informationen zu Kiwi

Kiwi kam im Juli 2025 als sehr junger Welpe zu uns ins Tierheim, nachdem sie allein auf der Straße gefunden worden war. Zunächst wuchs sie gemeinsam mit anderen Welpen im „Kindergarten“ des Tierheims auf. Nachdem Floh ausgezogen war, lebte sie eine Zeit lang gemeinsam mit Simba im Freilauf. Die beiden haben jedoch nicht besonders gut harmoniert, sodass Kiwi mittlerweile in einem Zwinger untergebracht ist.

Kiwi zeigt sich als sehr menschenbezogene junge Hündin, die deutlich die Nähe und Aufmerksamkeit von Menschen sucht. Im Zwinger macht sie lautstark auf sich aufmerksam und kläfft so lange, bis man sich bei ihr befindet. Auch dann ist sie zunächst sehr aufgeregt, springt häufig an Menschen hoch und muss dabei klar und konsequent korrigiert werden. Interessanterweise zeigte sich bei unserem Besuch, dass Ignorieren deutlich besser funktioniert als der Versuch, sie auf Abstand zu halten: Wenn Kiwi merkt, dass sie mit ihrem Verhalten keine Aufmerksamkeit bekommt, wird sie schnell ruhiger und verliert das Interesse.

Gleichzeitig ist Kiwi aktuell noch sehr unsicher und wirkt im Shelter mit der Situation deutlich überfordert. Sie findet kaum zur Ruhe und steht selbst nach kurzen Ruhephasen sofort wieder auf. Vieles scheint sie im Moment schlicht zu überfordern, wodurch sie sich sehr aufgeregt und unruhig präsentiert. Wir können uns deshalb gut vorstellen, dass Kiwi außerhalb des Shelteralltags eine deutliche Entwicklung machen und wesentlich ruhiger werden wird. Gerade bei Hunden, die über einen langen Zeitraum in der reizintensiven und wenig beeinflussbaren Situation eines Tierheims leben, kann sich dieses Verhalten in einem strukturierten und ruhigeren Zuhause deutlich verändern.

Menschen gegenüber ist Kiwi grundsätzlich freundlich und sucht auch körperliche Nähe. Gleichzeitig ist sie dabei noch etwas unsicher: Sie möchte gestreichelt werden, kann die Nähe aber noch nicht immer vollständig einordnen. Hier wird sie von einem ruhigen und geduldigen Umgang profitieren.

Im Zusammenleben mit anderen Hunden entscheidet bei Kiwi offenbar stark die individuelle Sympathie. Mit Floh war sie sehr eng und die beiden waren ein ausgesprochen gutes Team. Mit Simba hingegen hat es deutlich weniger gut funktioniert. Für einen Ersthund im neuen Zuhause sollte daher letztlich die gegenseitige Sympathie entscheiden und ein Kennenlernen in jedem Fall stattfinden.

Kiwi sollte aufgrund ihrer aktuellen Unsicherheit und ihrer starken Reaktion auf die vielen Reize nicht in einer Stadt leben. Wir sehen sie eher in einem ruhigeren Umfeld, in dem sie ankommen und lernen kann, sich zu orientieren und zur Ruhe zu finden. Bei Kindern können wir uns ein Zusammenleben grundsätzlich vorstellen, sie sollten aufgrund ihrer aktuellen Aufregung und ihres teilweise stürmischen Verhaltens allerdings schon größer und standfester sein.

Insgesamt erleben wir Kiwi als eine sehr niedliche, menschenbezogene und derzeit noch deutlich überforderte junge Hündin. Vieles von ihrer aktuellen Unruhe dürfte mit ihrer Situation im Shelter zusammenhängen. Wir glauben daher, dass Kiwi zu den Hunden gehört, die außerhalb des Tierheims deutlich aufblühen und mit der Zeit wesentlich ruhiger und ausgeglichener werden können. Dafür braucht sie Menschen, die ihr Sicherheit, klare Orientierung und ausreichend Zeit geben.

Da Kiwi bereits mit wenigen Wochen ins Tierheim kam, hatte sie bislang kaum Gelegenheit, Reize und Situationen außerhalb dieses Umfeldes kennenzulernen. Entsprechend muss sie viele für uns alltägliche Dinge erst noch behutsam lernen. Auch grundlegende Themen wie Stubenreinheit, das Mitfahren im Auto oder das Alleinbleiben müssen Schritt für Schritt mit ihm aufgebaut werden und erfordern Zeit, Geduld und eine einfühlsame Begleitung.

Wichtig: Basierend auf ihrem Aussehen gehen wir davon aus, dass Kiwi einen Anteil Herdenschutzhund in sich trägt. Da sie noch sehr jung ist, lässt sich aktuell noch nicht genau sagen, ob sich typische Charaktereigenschaften eines Herdenschutzhundes im Laufe der Entwicklung ausprägen. Es kann auch sein, dass andere Rasseanteile charakterlich überwiegen. Dies sollte bei der Adoption bedacht werden, und Bewerber:innen sollten sich vorher intensiv mit dem Thema Herdenschutzhunde befassen. Auf unserer Webseite sind dazu weiterführende Informationen zu finden.

Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld

Für Kiwi wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Verständige Kinder dürfen gerne in einem Haushalt mit ihr leben. Da Kiwi bis auf das Tierheim bisher nur sehr wenig kennengelernt hat, sollten ihre Adoptant*innen sie mit Souveränität, Geduld und Empathie in ihr neues Leben begleiten.

Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen

Zeit, Energie, Geld

Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.

Geduld, Verständnis, Empathie

Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).

Lernbereitschaft

Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.

Grenzen setzen

Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.

Kind und Hund

In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.

Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.

Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.

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