Karl
Karl
Informationen zu Karl
Karl wurde im Dezember 2025 mit seinen sechs Geschwistern in einer Box vor unserem Partnertierheim ausgesetzt. Leider erkrankte der gesamte Wurf an Parvovirose; nur Karl hat überlebt. Seitdem lebte er zunächst im „Kindergarten“ des Tierheims mit vielen anderen Welpen. Inzwischen hält er sich vornehmlich im Hauptbereich des Tierheims mit ständigem Menschenkontakt auf.
Karl ist ein neugieriger, aufgeschlossener und freundlicher Welpe. Bei unserem „Fotoshooting“ hat er sich geduldig abgesetzt und auf die Leckerlis gewartet. Generell ist er etwas ruhiger und weniger frustig als die anderen Welpen. Dennoch hat auch Karl in manchen Situationen aus Frust etwas gefiept.
Wir haben in bei unserem Besuch in unsere Unterkunft mitgenommen. Die Autofahrt hat er mit Bravour gemeistert – er hat sich entspannt abgelegt. An Geschirr und Leine zu gehen, war ihm anfangs nicht geheuer; das legte sich aber später. Beim zur Ruhe kommen benötigt er noch etwas Anleitung.
Im Shelter ist er mit ihm bekannten Hunden verträglich. Bei Ankunft der neuen Welpen hat er gemeinsam mit Jarah durch den Zaun gepöbelt; ohne Jarah war er jedoch nur neugierig.
Karls Vorderbeine sind etwas krumm. Unter der Gabe von Supplements sind die Beine bereits etwas „gerader“ geworden. Ob sie jedoch ausgewachsen komplett gerade sein werden, können wir noch nicht absehen.
Da Karl bis auf das Tierheim bisher nur wenig kennengelernt hat, muss er die alltäglichen Grundlagen noch kennenlernen. Er wird beispielsweise noch nicht stubenrein sein und kann auch noch nicht alleine bleiben. Hier müssen seine Adoptant*innen ihm mit Souveränität, Geduld und Empathie in sein neues Leben begleiten.
Wichtig: Basierend auf seinem Aussehen könnte es sein, dass Karl einen Anteil Herdenschutzhund in sich trägt. Da er noch sehr jung ist, lässt sich aktuell nicht genau sagen, ob sich typische Charaktereigenschaften eines Herdenschutzhundes im Laufe der Entwicklung ausprägen oder ob er ein eher entspannter Vertreter dieser Rassen bleibt. Es kann auch sein, dass andere Rasseanteile charakterlich überwiegen und er kein Herdenschutzhund-typisches Verhalten entwickelt. Dies sollte bei der Adoption bedacht werden, und Bewerber:innen sollten sich vorher intensiv mit dem Thema Herdenschutzhunde befassen. Auf unserer Webseite sind dazu weiterführende Informationen zu finden.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Karl wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Ein Ersthund ist kein Problem, aber auch kein Muss.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.