Gina
Gina
Informationen zu Gina
Gina wurde im Herbst 2025 von einem befreundeten Tierschützer gefunden und zu Beti ins Tierheim gebracht. Derzeit teilt sie sich mit Lucky einen der Ausläufe im hinteren Teil des Tierheims.
Gina ist im Shelter relativ energetisch; sie springt am Zaun hoch und möchte Aufmerksamkeit durch Bellen. Bei unserem Besuch war sie uns gegenüber aufgeschlossen und freundlich. Betritt man den Auslauf, ist sie etwas distanzlos und springt an einem hoch.
Wir haben Gina bei unserem Besuch im April 2026 aus dem Shelter in die Unterkunft genommen. Die Autofahrt hat sie gut gemeistert, auch wenn sie nicht völlig entspannt war. Sie ging bereits prima an Geschirr und Leine. Vom hinteren Teil des Gartens unserer Unterkunft hat sie schon beobachtet, wer sich nähert, hat aber nicht angeschlagen oder gebellt. Deutlicher zu erkennen war, dass ihr fremde Hunde nicht genehm sind. Sowohl unsere Unterkunftshündin Lola als auch die neu angekommenen Welpen hat sie sehr skeptisch beäugt bzw. durch den Zaun angebellt. Vermutlich wird man mit Gina Fremdhundebegegnungen intensiv üben müssen. Körpersprachliche Begrenzungen durch uns fand sie nur so mittelmäßig; hier hat sie uns aus Protest/Frust angesprungen. Es war aber alles noch im Rahmen. Mit ihr bekannten Hunden ist Gina verträglich.
Da Gina bis auf das Tierheim bisher nur wenig kennengelernt hat, muss sie die alltäglichen Grundlagen noch kennenlernen. Sie wird beispielsweise noch nicht stubenrein sein und kann auch noch nicht alleine bleiben. Hier müssen ihre Adoptant*innen ihr mit Souveränität, Geduld und Empathie in ihr neues Leben begleiten.
Wichtig: Basierend auf ihrem Aussehen könnte es sein, dass Gina einen Anteil Herdenschutzhund in sich trägt. Da sie noch sehr jung ist, lässt sich aktuell nicht genau sagen, ob sich typische Charaktereigenschaften eines Herdenschutzhundes im Laufe der Entwicklung ausprägen oder ob sie eine eher entspanntere Vertreterin dieser Rassen bleibt. Es kann auch sein, dass andere Rasseanteile charakterlich überwiegen und sie kein Herdenschutzhund-typisches Verhalten entwickelt. Dies sollte bei der Adoption bedacht werden, und Bewerber:innen sollten sich vorher intensiv mit dem Thema Herdenschutzhunde befassen. Auf unserer Webseite sind dazu weiterführende Informationen zu finden.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Gina wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Verständige Kinder dürfen gerne in einem Haushalt mit ihr leben. Ein Ersthund ist kein Problem, aber auch kein Muss.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.