Camilla
Camilla
Informationen zu Camilla
Camilla wurde im April 2026 gemeinsam mit drei Geschwistern, darunter Clara, am Straßenrand gefunden und anschließend ins Tierheim gebracht. Zwei ihrer Geschwister sind leider verstorben. Seitdem lebt Camilla gemeinsam mit anderen Welpen und Junghunden im Shelter.
Camilla zeigt sich als sehr aufgeschlossene und menschenbezogene Hündin, die neugierig und interessiert durch den Tierheimalltag geht. Sie lässt sich dabei offen auf neue Situationen ein. Auch beispielsweise das Anlegen des Geschirrs stellte für sie kein großes Problem dar. Menschen gegenüber zeigt sie sich ausgesprochen kontaktfreudig und sucht aktiv deren Nähe.
Im Tierheim zeigt Camilla derzeit einige Verhaltensweisen, die in ihrem zukünftigen Zuhause von Anfang an begleitet und in die richtigen Bahnen gelenkt werden sollten. Sie neigt dazu, für sie interessante Ressourcen zu sammeln und diese zu beanspruchen. Dabei hat sie bislang weder geschnappt noch aggressiv reagiert, wenn andere Hunde oder wir Menschen ihr diese wegnehmen wollten, dennoch sollte das Thema Ressourcen frühzeitig und konsequent trainiert werden. Auch räumliche Situationen versucht Camilla teilweise für sich zu beanspruchen. Sie stellt sich dabei bewusst über andere Hunde und versucht offenbar, deren Bewegungen oder Aufenthaltsbereiche zu beeinflussen. Wie stark dieses Verhalten ausgeprägt ist und welche Funktion es für sie genau hat, sollte im weiteren Training beobachtet werden. Generell wirkte Camilla so, als fühlte sie sich für die Verwaltung von Raum und Ressourcen verantwortlich, und war deswegen auch etwas gestresst. Ihre zukünftigen Menschen sollten hier gewillt sein, sie konsequent aus der Verantwortung zu nehmen.
Menschen gegenüber ist Camilla sehr offen und freundlich. Gleichzeitig zeigt sie ihre Freude und Aufregung aktuell noch mit viel Energie und springt häufig an Menschen hoch. Hier darf sie mit geduldigem Training lernen, ihre Aufregung besser zu regulieren.
Trotz ihrer lebhaften Art kann Camilla auch innehalten und selbstständig zur Ruhe kommen. Selbst während im Tierheim noch viel Unruhe herrschte, zog sie sich zwischendurch bewusst in eine Ecke zurück und beobachtete das Geschehen. Diese Fähigkeit ist eine gute Grundlage und sollte in ihrem zukünftigen Zuhause weiter gefördert werden.
Insgesamt erleben wir Camilla als offene, fröhliche und neugierige junge Hündin, die gerne mit Menschen in Kontakt ist und sich interessiert auf ihre Umwelt einlässt. Sie braucht Menschen, die Freude an ihrer lebhaften Art haben und ihr gleichzeitig klare und verlässliche Grenzen geben. Insbesondere sollten die Themen Ruhe sowie Verwaltung von Raum und Ressourcen von Beginn an – mit fachkundiger Begleitung – trainiert werden.
Da Camilla bereits mit wenigen Wochen ins Tierheim kam, hatte sie bislang kaum Gelegenheit, Reize und Situationen außerhalb dieses Umfeldes kennenzulernen. Entsprechend muss sie viele für uns alltägliche Dinge erst noch behutsam lernen. Auch grundlegende Themen wie Stubenreinheit, das Mitfahren im Auto oder das Alleinbleiben müssen Schritt für Schritt mit ihm aufgebaut werden und erfordern Zeit, Geduld und eine einfühlsame Begleitung.
Wichtig: Basierend auf ihrem Aussehen gehen wir davon aus, dass Camilla einen Anteil Herdenschutzhund in sich trägt. Da sie noch sehr jung ist, lässt sich aktuell noch nicht genau sagen, ob sich typische Charaktereigenschaften eines Herdenschutzhundes im Laufe der Entwicklung ausprägen. Es kann auch sein, dass andere Rasseanteile charakterlich überwiegen. Dies sollte bei der Adoption bedacht werden, und Bewerber:innen sollten sich vorher intensiv mit dem Thema Herdenschutzhunde befassen. Auf unserer Webseite sind dazu weiterführende Informationen zu finden.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Camilla wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Ältere Kinder dürfen gerne in einem Haushalt mit ihr leben. Kleinere Kinder nur, wenn die Eltern das Zusammenleben gut managen können. Ein Ersthund ist grundsätzlich denkbar, sollte aber zu Camilla passen und nach einem sorgfältigen Kennenlernen ausgewählt werden. Da Camilla insbesondere im Umgang mit Ressourcen und im sozialen Miteinander mit anderen Hunden noch lernen muss, sollten ihre Adoptant:innen sie mit Souveränität, klaren Strukturen, Geduld und Empathie in ihr neues Leben begleiten.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.