Peppa
Peppa
Informationen zu Peppa
Peppa wurde Anfang August am Straßenrand gefunden und ins Tierheim gebracht. Seitdem lebt sie dort mit weiteren Junghunden und Welpen.
Sie präsentiert sich als sehr freundliche und ausgesprochen menschenbezogene Hündin. Peppa sucht gerne den Kontakt zu Menschen und zeigt sich dabei offen und zugewandt. Besonders eng scheint sie sich an Enver, dem Mann unserer Tierheimleitung, zu orientieren, zu dem sie eine deutliche Vorliebe zeigt.
Gleichzeitig ist Peppa eine sehr lebhafte und verspielte Hündin. Sie möchte am liebsten ständig spielen und herumtoben und zeigt dabei eine hohe Energie. Beim Spielen kann sie durchaus etwas stürmisch und auch körperlich werden. Hier muss sie noch lernen, ihre Energie besser zu dosieren und die Grenzen ihres Gegenübers zu respektieren.
Peppa ist insgesamt sehr wuselig und lässt sich von neuen Situationen zunächst schnell beeindrucken. Dabei entwickelt sie jedoch keine anhaltende Angst, sondern findet meist rasch wieder in ihr normales, neugieriges Verhalten zurück. Sie ist damit eine Hündin, die durchaus sensibel auf ihre Umwelt reagiert, sich von neuen Eindrücken aber nicht dauerhaft verunsichern lässt.
Hunde, die sie noch nicht kennt, verunsichern sie im ersten Moment und sie hält Abstand. Mit Hunden, die sie bereits kennt, zeigt Peppa sehr viel Freude am gemeinsamen Spiel. Dennoch sollte ihre soziale Dynamik begleitet werden. In einer Gruppensituation hat sie Malia gemeinsam mit anderen Hunden zu sehr bedrängt. Daher ist es wichtig, ihre Kontakte zu anderen Hunden nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern darauf zu achten, dass das Spiel fair bleibt und alle beteiligten Hunde ausreichend Raum und Rückzugsmöglichkeiten haben.
Für Peppa sind Hundekontakte dennoch sehr wichtig. Sie sollte in ihrem zukünftigen Zuhause die Möglichkeit haben, mit passenden Hunden zu spielen, zu rennen und ihre Energie auf angemessene Weise auszuleben. Entscheidend ist dabei, dass ihre Spielpartner mit ihrer temperamentvollen Art umgehen können und ihre Menschen die Interaktionen gut begleiten.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Peppa wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Verständige und vor allem größere Kinder dürfen gerne in einem Haushalt mit ihr leben. Über einen souveränen Ersthund würde sich Peppa sicherlich sehr freuen und auch davon profitieren. Wichtig wäre für Peppa jedoch, dass sie regelmäßig die Möglichkeit zu passenden Hundekontakten bekommt, bei denen sie spielen und rennen kann. Da sie dabei sehr temperamentvoll und teilweise körperlich stürmisch wird, sollten ihre Adoptant*innen ihre Hundekontakte aufmerksam begleiten und ihr helfen, die Grenzen anderer Hunde zu respektieren. Mit Souveränität, Geduld und Empathie sollte Peppa dabei unterstützt werden, ihre Energie in die richtigen Bahnen zu lenken.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.