Oskar
Oskar
Informationen zu Oskar
Oskar wurde Mitte Juni 2026 auf der Straße gefunden, nachdem er ausgesetzt wurde. Seitdem lebt er gemeinsam mit anderen Junghunden im Tierheim.
Er präsentiert sich dort als sehr menschenzugewandter und freundlicher Rüde, der den Kontakt zu Menschen gerne sucht. Dabei ist er nicht aufgedreht, sondern wirkt insgesamt ausgeglichen und gleichzeitig auf eine angenehme Art lustig. Wenn andere Hunde allerdings die Aufmerksamkeit bekommen, versucht er sich vorzudrängeln, er muss also noch lernen, auch mal nicht dran zu sein.
Auch im Umgang mit anderen Hunden zeigt sich Oskar grundsätzlich sehr nett. Gleichzeitig übernimmt er innerhalb der Gruppe gerne eine Art Aufpasserrolle. Wenn andere Hunde aus seiner Sicht „Quatsch machen“, geht er hin und versucht, das Geschehen zu kontrollieren. Er wirkt dabei ein wenig wie die „Fun Police“ der Hundegruppe. Auch Menschen gegenüber zeigt er Ansätze, Situationen räumlich zu kontrollieren und Bewegungen einzuschränken.
Dieses Verhalten sollte in seinem zukünftigen Zuhause ernst genommen und von Anfang an klar begleitet werden. Insbesondere ein Zusammenleben mit kleinen Kindern sehen wir daher als nicht passend. Oskar könnte versuchen, deren Bewegungen und Aktivitäten zu kontrollieren oder sie in ihrem Verhalten einzuschränken.
Oskar braucht Menschen, die ihm freundlich, aber konsequent vermitteln, dass er nicht für die Kontrolle seiner Umgebung verantwortlich ist.
Für das Zusammenleben mit einem anderen Hund wäre ein eher ruhiger und souveräner Ersthund sinnvoll, aber absolut kein Muss. Ein sehr quirliger oder ständig zum Spielen auffordernder Hund würde vermutlich nicht gut zu Oskars Bedürfnis nach Ruhe passen.
Insgesamt ist Oskar ein freundlicher und menschenbezogener Hund, der nicht durch übermäßige Energie auffällt, aber durchaus klare Vorstellungen davon hat, was um ihn herum passieren soll. Seine zukünftigen Menschen sollten ihm vermitteln, dass er diese Verantwortung abgeben darf und muss.
Was Oskar in seinem ehemaligen Zuhause alles kennengelernt hat, können wir nicht sagen. Ob er beispielsweise stubenrein ist oder das gehen an der Leine kennt, wird sich erst herausstellen.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Oskar wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen und engagierten Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Kinder müssten auf jeden Fall schon älter und hundeerfahren sein, da er dazu neigt, Bewegungen und Situationen kontrollieren und einschränken zu wollen. Ein Ersthund ist grundsätzlich möglich, sollte jedoch eher ruhig und souverän sein und nicht zu einem besonders quirligen oder aufdringlichen Spielverhalten neigen. Da Oskar innerhalb seiner Umgebung gerne die Rolle des Aufpassers übernimmt, sollten seine Adoptantinnen bereit sein, ihm mit klaren Strukturen und konsequenter, fairer Führung zu vermitteln, dass er nicht für die Kontrolle von Menschen und Hunden verantwortlich ist. Bei engagierten Anfänger*innen können wir uns ihn durchaus vorstellen, dennoch braucht es Menschen, die ihm klare Regeln geben und die Verantwortung abnehmen. Sie sollten Oskar mit Souveränität, Geduld und Empathie in sein neues Leben begleiten.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.