Lucky
Lucky
Informationen zu Lucky
Lucky wurde Ende Oktober als junger Welpe von unserer Tierheimleitung gefunden, nachdem er von einem Auto erfasst worden war. Er hat den Unfall überstanden, erlitt jedoch einen Bruch am Hinterbein, der operativ versorgt werden musste. Zur Stabilisierung wurden zunächst Metallplatten eingesetzt, die inzwischen wieder entfernt wurden. Lucky kann heute problemlos laufen, allerdings ist zu erkennen, dass er nicht ganz rund läuft. Ob und inwieweit sich dies künftig noch verbessert, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen.
Als wäre das nicht genug für einen kleinen Hund, ist Lucky direkt nach dem Klinikaufenthalt an Parvovirose erkrankt. Auch diese Krankheit hat er jedoch überstanden.
Bei unserem Besuch im Januar präsentierte sich Lucky als äußerst freundlicher, offener und sehr futterorientierter Hund. Besonders bei Leckerlis sucht er gerne den Kontakt, drängelt sich mitunter nach vorne und wirbt um Aufmerksamkeit – dabei bleibt er jedoch stets freundlich. Noch muss man ein bisschen auf seine Finger beim Leckerli-Geben achtgeben, erfahrungsgemäß legt sich das aber sehr schnell. Besonders positiv fiel auf, dass er trotz des allgemeinen Trubels in der Lage war, sich abzulegen und zur Ruhe zu kommen. Unsere Tierheimleitung beschreibt Lucky als eher „soften“ Hund, was wir aus unserer Beobachtung bestätigen können. Für einen Schäferhund-Mischling kommt er aktuell gut mit lebhaften Situationen zurecht und zeigt nur in einzelnen Momenten ein Bedürfnis, diese zu kontrollieren. Dies sollte jedoch von Beginn an im Training berücksichtigt werden. Mit anderen Hunden ist Lucky verträglich, typisch Junghund spielt er gerne mit den anderen Hunden im Shelter. Da Lucky wegen seines Beins voraussichtlich keinen intensiven körperlichen Aktivitäten nachgehen kann, sollte er insbesondere mit Kopf- und Nasenarbeit gefördert und ausgelastet werden.
Da Lucky bis auf das Tierheim bisher nur wenig kennengelernt hat, muss er die alltäglichen Grundlagen noch kennenlernen. Er ist beispielsweise noch nicht stubenrein und kann auch noch nicht alleine bleiben. Hier müssen seine Adoptant*innen ihn mit Souveränität, Geduld und Empathie in sein neues Leben begleiten.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
Für Lucky wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Verständige Kinder dürfen gerne in einem Haushalt mit ihm leben. Ein Ersthund ist kein Problem, aber auch kein Muss.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.