Oreo
Oreo
Informationen zu Oreo
Oreo wurde gemeinsam mit seiner Mutter Kiani und seinen vier Schwestern im September 2025 von uns auf der Straße gefunden. Seither wächst er mit seinen Geschwistern zusammen im „Kindergarten“ unseres Tierheims auf. Bei unserem Besuch im Januar 2026 zeigte Oreo sich anfangs schüchtern, war dann aber einer der ersten, die uns gegenüber recht zügig aufgetaut sind. Hilfreich dabei, die Skepsis abzulegen, war definitiv seine Futtermotivation. Ein paar Snacks später war Oreo sehr umgänglich und kuschelte sich an uns heran, weswegen er sich bei allen Teammitgliedern vor Ort schnell ins Herz geschlichen hat. Oreo ist der größte Welpe des Wurfes und wird vermutlich ausgewachsen auch (deutlich) größer werden als seine Geschwister. Wir können seine Endgröße nur schätzen, könnten uns aber vorstellen, dass er bei +/- 55 cm Schulterhöhe herauskommen wird.
Nachdem er sich für uns erwärmt hat, zeigte Oreo gegenüber den anderen Junghunden abschirmendes Verhalten. Er wurde dabei auch recht deutlich. Wir wünschen uns daher für ihn ein Zuhause, die mit solchen Verhalten Erfahrung haben und daran arbeiten können und wollen.
Da er bisher noch kaum Erfahrungen außerhalb des Tierheims sammeln konnte, kennt Oreo noch keine alltäglichen Grundlagen: Sie muss noch Stubenreinheit, Leinenführigkeit, das Alleinbleiben, Treppensteigen oder das Mitfahren im Auto Schritt für Schritt lernen.
Gewünschtes Lebens- und Wohnumfeld
ür Oreo wünschen wir uns ein Zuhause bei erfahrenen Menschen in einer grünen, ruhigen Ecke der Stadt, am Stadtrand oder auf dem Land. Verständige Kinder ab dem Teenageralter dürfen gerne in einem Haushalt mit ihm leben. Von der Vermittlung in Familien mit kleineren Kindern sehen wir ab, da er das oben erwähnte abschirmende Verhalten zeigt. Ein Ersthund ist grundsätzlich kein Ausschlusskriterium. Hier muss Oreo aber anfänglich sicherlich angeleitet werden. Da Oreo bis auf das Tierheim bisher nur sehr wenig kennengelernt hat, sollten seine Adoptant*innen sie mit Souveränität, Geduld und Empathie in sein neues Leben begleiten.
Allgemeine Anforderungen an Adoptant*innen
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, gut durchdacht ist. Es sollte klar sein, dass dies Zeit, Energie und Geld erfordert, da nicht alles nach Plan verlaufen wird. Tierschutzhunde haben zumeist einen schwierigen Start ins Leben und können z.B. Sozialisierungsdefizite aufweisen. Zudem wissen wir oft nicht, welche Rassen und damit etwaige Rasseattribute sich noch zeigen werden. So haben einige unserer Hunde einen Anteil Herdenschutzhund, was eine besondere Herausforderung sein kann. Auch kommen sie in eine völlig neue Welt, in der sie sich erst zurechtfinden müssen und dabei Verhaltensweisen zeigen können, die in “unserer Welt” als unerwünscht gelten.
Wir erwarten von unseren Adoptant:innen, dass sie diesen Hunden Verständnis, Geduld und Empathie entgegenbringen. Sie sollten versuchen, das Verhalten des Hundes zu verstehen und bei den ersten Problemen nicht direkt aufgeben, sondern bereit sein, mit dem Hund zu arbeiten und sich professionelle Unterstützung zu holen, die auch zum Hund passt (nicht alle Hundetrainer:innen sind gute Trainer:innen).
Lernbereitschaft ist essenziell, um die Hundekommunikation zu verstehen und die Bedürfnisse des Hundes zu respektieren. Nicht jeder Hund ist gleich, es gibt kein Schema F. Auch wenn man jahrelange Hundeerfahrung hat, muss man gewillt sein, sich auf einen neuen Hund neu einzustellen und sich weiterzuentwickeln.
Neben allem Verständnis müssen dem Hund aber auch klare Grenzen gesetzt werden und ein Rahmen geboten werden, in dem er sich entfalten kann. Insbesondere bei Teenagern ist dies unabdingbar, damit sie eine Orientierung haben und sich nicht hoffnungslos verlieren.
In Bezug auf ein Zusammenleben mit Kindern liegt das konfliktfreie Miteinander ausschließlich in der Verantwortung der Eltern. Ein Hund ist kein Spielzeug und auch kein Kopfkissen. Sein Hundebett ist nicht das der Kinder; sein Rückzugsort sowie Ruhezeiten müssen von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Kind und Hund sollten nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Alle von uns vermittelten Hunde sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften mit einem Mikrochip gekennzeichnet und haben einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Erstimmunisierung (DHPPi/L). Wir lassen von den Hunden ein Blutbild anfertigen und testen diese per Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Mikrofilarien). Die Einreise nach Deutschland erfolgt mit einem geprüften und zertifizierten Transport sowie TRACES Papieren.
Möchtest du einen Hund von uns adoptieren? Dann lies dir bitte aufmerksam alle Infos auf www.balkanschnauzen.de/adoptionsverfahren durch und fülle dort die Selbstauskunft aus.